Quiz zum Internationalen Museumstag 2020

Was für ein Fundstück sehen Sie hier?

  • Mosaik
  • Wandmalerei
  • Relief

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Das Bild zeigt ein römisches Mosaik aus dem 3. Jahrhundert nach Christus, das in Trier gefunden wurde.

In der Römerzeit schmückten solche Mosaiken, also Bilder aus vielen bunten Steinchen, die Fußböden, Wände und manchmal sogar die Decken vornehmer Wohnhäuser.

Unser Kunstwerk zeigt einen Tierkampf zwischen Löwe und Stier. Solche Spektakel fanden zur Unterhaltung der Menschen im Amphitheater statt und waren sehr beliebt. Der Hausbesitzer war sicherlich ein großer Fan dieser Spiele.

Zentrum der Antike / Rheinisches Landesmuseum Trier

Welches berühmte römische Bauwerk, das heute noch in Trier steht, versteckt sich in der Kirche?

  • Colosseum
  • Porta Nigra
  • Kaiserthermen

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Es ist die Porta Nigra, die sich im Modell in heller Farbe von der Kirche abhebt. Sie ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und das Wahrzeichen von Trier.

Nur einem Zufall verdanken wir es, dass das Tor bis heute erhalten ist. Denn römische Mauern und Steine wurden nach der Römerzeit wiederverwendet, um andere Gebäude damit zu bauen. Im 11. Jahrhundert lebte der Mönch Simeon zurückgezogen in einem Turm der Porta Nigra. Ihm zu Ehren baute man das Stadttor nach seiner Heiligsprechung in eine Kirche um. Dadurch blieb die Porta Nigra erhalten. Dieses Jahr feiern wir den 1850. Geburtstag der Porta Nigra!

Zentrum der Antike / Rheinisches Landesmuseum Trier

Aus welcher Zeit stammt dieses Schmuckstück?

  • Neuzeit
  • Steinzeit
  • Mittelalter

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Das Bild zeigt eine frühmittelalterliche Goldscheibenfibel aus dem 7. Jahrhundert nach Christus, die in Minden (Landkreis Bitburg-Prüm) gefunden wurde.

Im frühen Mittelalter trugen Frauen solche Fibeln, um ihr Gewand zusammenzuhalten. Sie funktionierte ähnlich wie eine moderne Sicherheitsnadel. Mit Gold, roten Halbedelsteinen und grünen Glaseinlagen ist unser Fundstück ein wahres Schmuckstück und zeigt, dass die Besitzerin reich war.

Zentrum der Antike / Rheinisches Landesmuseum Trier

Was ist das?

  • Gürtel
  • Hundehalsband
  • Armband

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Es sind Jagdhundehalsbänder, die im Schloss Bürresheim aufbewahrt werden und die die Initialen von Johann Philipp von Walderdorff (1756-1768) tragen. Der Trierer Kurfürst und Erzbischof war ein großer Jagdliebhaber. Man sagte ihm nach, dass er sogar aus der fahrenden Kutsche treffsicher Fasane schießen konnte.

Die kostbaren und exquisit gearbeiteten Halsbänder zeigen deutlich, welchen hohen Stellenwert die Jagd für einen geistlichen Herrscher hatte – für uns heute kaum nachvollziehbar.

Für seine Leidenschaft ließ Johann Philipp von Walderdorff sich zudem eines der schönsten Barockschlösser in Rheinland-Pfalz bauen: Schloss Engers, welches er nur für einige Tage in der kurz dauernden Jagdsaison im Herbst bewohnte.

Burgen, Schlösser, Altertümer

Was für eine Figur ist das?

  • Gartenzwerg
  • Spielfigur
  • Puppe

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Diese Spielfigur eines Königs aus bleiglasierter Irdenware (Keramik, die unter relativ niedrigen Temperaturen gebrannt wurde) stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde bei Ausgrabungen in der Schloss- und Festungsruine Hardenburg gefunden.

Sie zeugt, zusammen mit weiteren außergewöhnlichen Funden aus dem 16. und 17. Jahrhundert sowie Gegenständen aus Alltag und Repräsentation, vom Leben der Leininger Grafen auf der Hardenburg und deren Reichtum.

Burgen, Schlösser, Altertümer

Wozu gehört dieser Ausschnitt?

  • Krone
  • Bucheinband
  • Halskette

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Das Detail stammt von der sogenannten Reichskrone. Sie ist Teil der Reichsinsignien, der Herrschaftszeichen der deutschen Könige und Kaiser. Während die Originale heute in der Schatzkammer der Wiener Hofburg liegen, sind hervorragende Repliken auf Burg Trifels bei Annweiler zu besichtigen. Hier, in einer der sichersten Burgen des Mittelalters, wurden die Originale im 12. und 13. Jahrhundert immer wieder aufbewahrt.

Burgen, Schlösser, Altertümer

Was ist das?

  • Bronzene Gewandnadel
  • Spätmittelalterlicher Abseihlöffel
  • Mittelalterlicher Nagelreiniger

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Das Foto zeigt eine bronzene Gewandnadel (Stecken 1) der Mittleren Bronzezeit aus Neuwied. Wegen ihres großen ringförmigen Nadelkopfes werden diese Nadeln auch als Radnadeln bezeichnet. Der Ring ist innen mit einem Gitterstab-Ornament versehen und die einzelnen Stäbe sind mit Strichgruppen und Linien verziert. (1600 – 1200 v. Chr.)

Landesarchäologie

Kennen Sie dieses Objekt? Es zeigt eine/einen …

  • Eisenzeitlichen Trensenknebel
  • Nasal-Verzierung einer Zischägge
  • Bronzenen Achsnagel

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Dies ist ein bronzener Achsnagel eines keltischen Wagens mit figürlicher Darstellung eines Tierkopfes aus Winningen. Der abgeflachte Stift des Achsnagels sollte verhindern, dass sich die Radnabe von der Achse des Wagens löst. Er endet in einem Ring, der mit einem Tierkopf verziert ist. Stilisiert dargestellt ist der Kopf eines Pferdes, einem bei den Kelten beliebten Motiv. (3. – 1. Jh. v. Chr.)

Landesarchäologie

Was ist das?

  • Merowingisches Rüsselbecherfragment
  • Schale
  • Bonbonniere

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Diese Schale aus tiefblauem durchscheinendem Glas stammt aus einem reich ausgestatteten spätrömischen Steinkammergrab in St. Aldegund. Die auf vier kleinen Füßen stehende Schale hat die Form eines Schiffes mit hochgezogenem Bug und Heck. Rillen und Wülste auf der Außenseite deuten eine hölzerne Schiffsbordwand an. Die Schale wurde in Schlifftechnik aus einem Glasblock gefertigt und gehört zu den kostbarsten Gläsern der Spätantike (4. Jhd. n. Chr.)

Landesarchäologie

Welches Bauwerk ist hier zu sehen?

  • Burg Pfalzgrafenstein
  • Festung Ehrenbreitstein
  • Schloss Villa Ludwigshöhe

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Das Foto zeigt die Ansicht der Festung Ehrenbreitstein von Süden. Die von den Preußen von 1817 bis 1828 gebaute Anlage gehörte einst zu den größten Festungen Europas: Meterdicke Mauern, Gräben, Tunnel, Brücken und Tore bestimmen noch heute das Bild des gewaltigen Komplexes. Besucher erwartet ein einzigartiges Kulturensemble im UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein / Landesmuseum Koblenz

Was wurde mit dieser Karaffe serviert?

  • Wein
  • Wasser
  • Kakao

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Es handelt sich um eine Weinkaraffe aus rubinfarbenem Glas und Zinn aus der Zeit um 1900.

Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein / Landesmuseum Koblenz

In welchem Jahr erschien dieses Spiel?

  • 1717
  • 1950
  • 1882

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Das Spiel „Reise um die Erde“ kam im Jahr 1882 heraus, der Autor ist unbekannt. Es ist das erste Spiel von Ravensburger und wird bald in der großen Familienausstellung „Ravensburger Spielewelten“ zu sehen sein.

Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein / Landesmuseum Koblenz

Welche Tiere arbeiten beim Bau des Turmes mit?

  • Ochsen
  • Esel
  • Elefanten

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Elefanten ist die richtige Antwort. Hektisches Treiben auf einer Großbaustelle! Das Gemälde lebt von den zahlreichen Details, die nur darauf warten, vom Betrachter entdeckt zu werden. So illustriert der niederländische Maler Lucas van Valckenborch nicht nur die biblische Geschichte des Turmbaus zu Babel, sondern zeigt zugleich die modernste Bautechnik seiner Zeit um 1595. Das Thema des Turmbaus zu Babel ist ein Sinnbild für die Vermessenheit des Menschen. Die Fertigstellung des Turmes wird durch Gott verhindert, indem er den Menschen verschiedene Sprachen gab, so dass sie sich nicht mehr untereinander verständigen konnten. Zu Valckenborchs Zeiten war dies ein äußerst beliebtes Sujet, und das Gemälde ist auch heute noch ein absolutes Spitzenstück der Mainzer Gemäldegalerie. Lucas van Valckenborch (1535/36-1597), Turmbau zu Babel, um 1595, Öl/ Eichenholz, GDKE/Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. 53

Landesmuseum Mainz

Aus was für einem Material ist diese Madonna gefertigt?

  • Marmor
  • Elfenbein
  • Alabaster

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Die Madonna besteht aus Elfenbein. Seit 1881 befindet sich im Altertumsmuseum Mainz, dem heutigen Landesmuseum Mainz. Dieses einzigartige Relief, das aus der vollen Stärke eines afrikanischen Elefantenzahns geschnitzt wurde, entstand um die Jahrtausendwende und ist ein Meisterwerk ottonischer und frühsalischer Kunst. Die genaue Provenienz ist unbekannt, möglicherweise stammte sie ursprünglich aus Lothringen oder vom Mittelrhein.

Maria sitzt auf einem Thron, der als Palastarchitektur ausgearbeitet ist, mit dem Jesuskind auf dem Schoß. Die rechte Hand hält sie dem Betrachter entgegen, mit der linken hält sie das Kind. Im Hintergrund erkennt man einen zweigeteilten Vorhang, der um die beiden, Maria flankierenden Säulen geschlungen ist. Die fast vollplastisch gearbeitete Sitzfigur täuscht durch die stark perspektivische und illusionistische Darstellung eine große Tiefenwirkung vor. Möglicherweise schmückte die Elfenbeinmadonna ursprünglich ein Reliquienbehältnis oder das Antependium (Frontverkleidung) eines Altares.

Landesmuseum Mainz

Welcher Fisch ist auf der Jugendstilvase dargestellt?

  • Forelle
  • Scholle
  • Japanischer Karpfen (Koi)

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Dargestellt ist ein japanischer Karpfen, ein Koi. Die Vase ist ein frühes Werk Emile Gallés. Charakteristisch für ihn ist die aus China übernommene Überfangtechnik. Dabei wird ein „Grundglas“ mit mehreren farbigen Gläsern überzogen. Die reliefierten Darstellungen entstehen danach durch Einschneiden oder Wegätzen. Der Karpfen ist ein besonderes Zeugnis der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der die Kunst Ostasiens europäische Kunst stark beeinflusste. Die handgefertigte Vase wurde zusammen mit anderen auf der Weltausstellung von 1889 gezeigt und begründete den Weltruhm des französischen Glaskünstlers.

Landesmuseum Mainz

Burg Eltz kennen Sie bestimmt. Aber wissen Sie auch, um was für eine Burg es sich handelt?

  • Wasserburg
  • Ganerbenburg
  • Höhlenburg

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Burg Eltz, die zu den besterhaltenen Burgen in Deutschland gehört und die sich noch heute im Besitz der Gründerfamilie befindet, ist eine Ganerbenburg, das heißt, sie gehörte verschiedenen Familienzweigen. Dies begründet auch ihr vielfältiges Erscheinungsbild, denn jeder Familienzweig errichtete sein eigenes Burghaus. Die Burghäuser sind als steile Turmhäuser angelegt, die immer wieder aufgestockt wurden. Georg Dehio, deutscher Kunsthistoriker, sagte 1911 über die Burg: „Das Gewirr und Gezipfel ihrer steilen Dächer und Erker läßt uns im Original anschauen, was wir sonst nur in Bruchstücken oder aus alten Bildern und Kupfern kennen.“

Die 1157 erstmals genannte Burg wurde nie zerstört, Ihr Hauptausbau (heutiger Zustand) fand vom 14. bis zum 16. Jh. statt. Sie liegt in einer engen Scheife des Elzbaches, von dem die Burg und die Familie ihren Namen ableiten.

Landesdenkmalpflege

In welcher Stadt steht dieser Marktbrunnen?

  • Halberstadt
  • Magdeburg
  • Mainz

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Der Brunnen wurde 1526 unter Kardinal Albrecht von Brandenburg errichtet. Anlass für den Bau war die Niederschlagung des Bauernkrieges (1525) und der Sieg Kaiser Karls V. über König Franz I. von Frankreich in der Schlacht von Pavia. Er gilt als ältester und schönster Renaissancebrunnen Deutschlands. 1975 wurde er an seine ursprüngliche Stelle zurückversetzt.

Der dreieckige Brunnen mit drei Pfeilern zeichnet sich durch einen prächtige Aufsatz und aufwendigen Bildhauerschmuck aus. Gezeigt werden neben üppigen Renaissance-Ornamenten allegorische und symbolische Darstellungen, darunter ein betrunkener Bauer mit rotem Hahn, einem Symbol für Brand und Zerstörung. In der Bekrönung sieht man die Wappen der drei(!) Bistümer, denen Albrecht vorstand: Mainz, Magdeburg, Halberstadt, die Wappen des Domkapitels und das Mainzer Rad. Außerdem sind die Bistumsheiligen Martin und Bonifatius (sowie St. Ulrich als Quellenheiliger) und auf der Spitze die Madonna dargestellt.

Landesdenkmalpflege

Um welchen Dom handelt es sich?

  • Speyerer Dom
  • Mainzer Dom
  • Trierer Dom

Das war richtig!

Das war leider falsch!

Das Foto zeigt die weltweit größte erhaltene romanische Kirche, den Speyerer Dom. Er ist einer der ersten monumentalen Wölbungsbauten im Heiligen Römischen Reich. Große Bedeutung hat er auch als Grablege der Kaiser. Der Speyerer Dom wurde um 1025/30 von Konrad II. gegründet (Bau I), dann ab 1082 von Heinrich IV. erweitert und ausgebaut (Bau II), dazu gehört auch die Ostapsis mit ihrer Blendbogengliederung und der Zwerggalerie, die unter anderem Vorbild für den Mainzer Dom war. Für diese Arbeiten wurden Steinmetze aus Oberitalien beschäftigt. Sie schufen die äußerst qualitätsvollen, an antiken Vorbildern orientierten Ornamente und Bildhauerarbeiten.

Landesdenkmalpflege

Upps, das können Sie besser. Machen Sie sich auf unserer Website schlau. Hier finden Sie viele Informationen zu unseren Schätzen. Oder schauen Sie in unseren Museen vorbei, die jetzt wieder geöffnet haben. Sie können aber auch einfach das Quiz nochmal machen.

Das war schon ganz schön gut, aber es gibt noch Luft nach oben. Auf unserer Website finden Sie viele Informationen zu unseren Burgen, Schlössern und Römerbauten, zu Denkmälern und archäologischen Ausgrabungen und zu den Exponaten in unseren Landesmuseen, die jetzt übrigens wieder geöffnet haben. Schauen Sie doch mal vorbei, oder starten Sie ganz einfach das Quiz nochmal neu.

Das war super. Sie sind quasi ein Experte für unsere Kulturschätze. Bestimmt freuen Sie sich, dass unsere Museen nun wieder geöffnet haben. Wenn Sie lieber zu Hause bleiben? Dann stöbern Sie doch mal auf unserer Website. Hier finden Sie viele interessante Informationen zu unseren Burgen, Schlössern, Römerbauten und Schätzen. Wenn Sie Lust haben, können Sie unser Quiz natürlich auch einfach nochmal machen.